{"id":50,"date":"2009-08-11T01:32:08","date_gmt":"2009-08-10T23:32:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pitknorr.de\/?page_id=50"},"modified":"2018-07-10T01:27:05","modified_gmt":"2018-07-10T00:27:05","slug":"die-gek-gruppe","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.pitknorr.de\/?page_id=50","title":{"rendered":"Die GEK-Gruppe"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_51\" style=\"width: 374px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-51\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-51 size-full\" title=\"GEK_Fenster_gross_520\" src=\"http:\/\/www.pitknorr.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/GEK-Fenster-gross_520.jpg\" alt=\"GEK_Fenster_gross_520\" width=\"364\" height=\"520\" srcset=\"http:\/\/www.pitknorr.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/GEK-Fenster-gross_520.jpg 364w, http:\/\/www.pitknorr.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/GEK-Fenster-gross_520-209x300.jpg 209w\" sizes=\"(max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><p id=\"caption-attachment-51\" class=\"wp-caption-text\">Gernhardt, Eilert, Knorr (v.u.n.o.) mit freundlicher Genehmigung Institut f\u00fcr Stadtgeschichte Ffm, Inge Werth<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Autorengruppe Gernhardt-Eilert-Knorr<\/h3>\n<h2>Aller guten Dinge sind zwei&#8230; (1971-1973)<\/h2>\n<h3>Robert Gernhardt und Peter Knorr lernen sich in Frankfurt am Main als Mitarbeiter der Satirezeitschrift &#8222;Pardon&#8220; kennen und arbeiten ab 1971 zusammen.<\/h3>\n<h3>Gernhardt ist damals 34, Knorr 32 Jahre alt.<\/h3>\n<h3>Ihre ersten gemeinsamen Arbeiten:<\/h3>\n<h3>&#8222;Funk f\u00fcr Fans&#8220;<\/h3>\n<h3>&#8222;Was beatet uns der Weihnachtsmann&#8220;, ebenfalls HR. Das 90 Minuten-Weihnachts-Spezial ist die erste ausschlie\u00dflich mit Gernhardt\/Knorr-Texten gestaltete Radio-Unterhaltungs-Sendung. und &#8222;Die letzte Frequenz&#8220; im Hessischen Rundfunk. F\u00fcr diese Sendungen liefern die beiden Szenen und Sketche.<\/h3>\n<h3>Von nun an konzentrieren sie sich auf das gemeinsame Verfassen von &#8222;aktuell-satirischen und komischen Texten f\u00fc den H\u00f6rfunk&#8220;, der Begriff &#8222;Comedy&#8220; ist damals in Deutschland noch unbekannt.<\/h3>\n<h3>Bereits 1972 haben Gernhardt und Knorr ihre eigenen Radio-Serien, bei denen zun\u00e4chst der HR-Redakteur Werner Klein, sp\u00e4ter Peter Knorr selbst Regie f\u00fchrt:<\/h3>\n<h3>&#8222;Dr. Seltsams Sonntagsortiment, oder H\u00f6rrohr klar zum Gefecht &#8211; eine aktuelle Merkw\u00fcrdigkeitenschau.&#8220;<\/h3>\n<h3>&#8222;HELP &#8211; ein satirisches Aushilfsmagazin.&#8220;<\/h3>\n<h3>Gernhardt und Knorr verfassen au\u00dferdem sogenannte &#8222;Euro-Ring-Sendungen&#8220;, die als komische Unterhaltungssendungen ARD-weit ausgestrahlt werden.<\/h3>\n<h2>&#8230;oder drei. (1973-1975)<\/h2>\n<h3>Zwei weitere Weihnachts-Specials entstehen. Hier ist nun erstmals auch Bernd Eilert (damals 23) am Ausdenken und Verfassen der Texte beteiligt.<\/h3>\n<h3>1973 wird Eilert von Gernhardt\/Knorr in den Stand des Co-Autors erhoben bei der sog. &#8222;Musikalischen Comedy-Show&#8220; &#8222;S\u00fcdpolm\u00e4del&#8220;, die Ende 1974 vom Hessischen Rundfunk produziert und gesendet wird. (Musik: Frank Duval.)<\/h3>\n<h3>Gernhardt, Eilert und Knorr schreiben ab 1974 die Radio-Serie &#8222;Dr. Seltsams Radio-ABC&#8220;, deren 23 Folgen zun\u00c3\u00a4chst vom HR produziert und gesendet und sp\u00e4ter von anderen ARD-Sendern ganz oder in Ausschnitten \u00fcbernommen werden.<\/h3>\n<h3>Insgesamt sind f\u00fcr die Radio-Serien hunderte komischer Texte, Szenen, Sketche und Dramolette entstanden, viele davon gibt es mittlerweile in verschiedenen Versionen.<\/h3>\n<h2>Und nun kommt Otto. 1974 bis heute.<\/h2>\n<h3>Einige der Texte tauchen in den fr\u00fchen B\u00fchnenprogrammen des Komikers Otto Waalkes wieder auf. Erst ohne Wissen der GEK-Gruppe, dann lernt man sich kennen und es beginnt die Zusammenarbeit: Waalkes \u00fcbernimmt f\u00fcr seine Live-Show Texte von Gernhardt\/Knorr und l\u00e4sst sich in den folgenden 30 Jahren von dem Autorenteam Gernhardt\/Eilert\/Knorr exklusiv seine s\u00e4mtlichen B\u00fchnen- und Fernsehprogramme schreiben.<\/h3>\n<h3>Aus der gelegentlichen ist l\u00e4ngst eine regelm\u00e4\u00dfige und st\u00e4ndige Zusammenarbeit der drei Autoren geworden; mit festen Arbeitszeiten und der st\u00e4ndigen Entwicklung neuer Unterhaltungsprogramme und Medien-Vorhaben. Diese &#8222;Text-Werkstatt&#8220; funktioniert \u00fcber die Jahre als immer erfolgreicheres Broterwerbs-Unternehmen und l\u00e4\u00dft den 3 Beteiligten Spielraum f\u00fcr ihre individuellen und von einander g\u00e4nzlich unabh\u00e4ngigen literarischen oder publizistischen Aktivit\u00e4ten.<\/h3>\n<h2>&#8230;und das Fernsehen&#8230;<\/h2>\n<h3>1975 startet die Arbeit an den 10 Folgen von &#8222;Dr.Muffels Telebrause&#8220; , einer vom HR in Auftrag gegebenen und produzierten Fernseh-Comedy-Serie, die bundesweit in der ARD ausgestrahlt und sp\u00e4ter in 5 Highlight-Folgen in den dritten Programmen wiederholt wird. Knorr ist Co-Regisseur.<\/h3>\n<h3>1978 erscheint im Verlag 2001 die LP &#8222;Da geht&#8217;s lang&#8220; und f\u00fcr den HR entsteht eine weitere H\u00f6rfunk-Serie unter dem Titel &#8222;Brainstorm-Denkst\u00e4rke 13&#8220;<\/h3>\n<h2>TITANIC &#8211; das endg\u00fcltige Satire-Magazin (ab 1979)<\/h2>\n<h3>1979 gr\u00fcnden Gernhardt und Knorr als Gesellschafter &#8211; zusammen mit Chlodwig Poth, Hans Traxler und F.K.Waechter &#8211; die monatlich erscheinende Satirezeitschrift &#8222;Titanic&#8220;.<\/h3>\n<h3>Das Autorenteam Gernhardt\/Eilert\/Knorr verfa\u00dft nun unter dem K\u00fcrzel GEK neben der Arbeit f\u00fcr Funk, Fernsehen und Otto Waalkes, regelm\u00e4\u00dfig Beitr\u00e4ge f\u00fcr TITANIC.<\/h3>\n<h3>1980 erscheint im Hoffmann und Campe-Verlag &#8222;Das Buch Otto&#8220;, herausgegeben von GEK. Es enth\u00e4lt ausschlie\u00dflich Texte von Eilert\/Gernhardt\/Knorr\/Waalkes, steht 10 Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und verkauft incl. der Taschenbuchausgaben \u00fcber 1 Million Exemplare.<\/h3>\n<h3>1983 stellt die FS-Unterhaltungsabteilung des S\u00fcdwestfunks Baden-Baden der Autorengruppe das Filmmaterial der alten Familien-Serie &#8222;Forellenhof&#8220; f\u00fcr ein komisches Experiment zur Verf\u00fcgung. In einem aufwendigen Verfahren zerlegen GEK das Bild-Material in seine Einzelteile und f\u00fcgen es v\u00f6llig anders, neu geschnitten, neu betextet und neu synchronisiert zu zwei neuen Filmen mit den alten Darstellern zusammen:<\/h3>\n<h3>&#8222;Wenn Hackensack kommt &#8211; \u201c Ein Therapiewochende auf dem Forellenhof&#8220; und &#8222;Besuch der alten Schachtel &#8211; \u201c Ein Dichtertreffen auf dem Forellenhof&#8220;. Das &#8222;Therapie-Wochenende&#8220; wurde nie gesendet, trotzdem wird dieses Experiment Jahre sp\u00e4ter noch Folgen haben&#8230;.<\/h3>\n<h3>1984\/85 schreiben Gernhardt\/Eilert\/Knorr das Drehbuch f\u00fcr &#8222;Otto-Der Film&#8220;, der unter der Regie von Xaver Schwarzenberger und produziert von Horst Wendlandt zum kommerziell erfolgreichsten deutschen Nachkriegsfilm wird. GEK verfassen auch die Drehb\u00fccher zu &#8222;Otto- Der neue Film&#8220; (1987), &#8220; Otto &#8211; Der Heimatfilm&#8220; (1989) und &#8222;Otto- der Liebesfilm&#8220;, letzterer mit Bernd Eilert und Otto Waalkes in Co-Regie.<\/h3>\n<h3>&#8222;Das 2. Buch Otto&#8220;, verfasst und herausgegeben von GEK erscheint im Verlag Rasch und R\u00f6hring.<\/h3>\n<h3>Von 1987 bis 1990 zeigt die Ausstellung &#8222;25 Jahre Neue Frankfurter Schule&#8220; in mehr als 50 deutschen St\u00e4dten die Arbeiten der Zeichner F.W. Bernstein, Robert Gernhardt,<\/h3>\n<h3>Chlodwig Poth, Hans Traxler, F.K. Waechter, sowie (audio-visuell zubereitet) der Autoren Eilert, Gernhardt, Knorr und Eckhard Henscheid.<\/h3>\n<h3>Als Sp\u00e4tfolge des &#8222;Forellenhof-Experiments&#8220; stattete der legend\u00e4re Filmproduzent Horst Wendlandt die GEK Gruppe mit dem Recht aus, das Bild-Material von rund 30 alten Edgar-Wallace-Filmen benutzen zu d\u00fcrfen. Es entsteht 1995 f\u00fcr RTL in 13 Folgen ein v\u00f6llig neuartiges Fernseh-Format: &#8222;OTTO &#8211; die Serie&#8220;.<\/h3>\n<h3>Schon damals gab es Computersoftware die es m\u00f6glich machte, neu gedrehte Szenen mit Otto Waalkes mit den alten Bildern so zu verschneiden, dass sich, sorgf\u00e4ltig nachsynchronisiert, v\u00f6llig neue Zusammenh\u00e4nge und komische Szenen ergeben. Regie f\u00fchrte Bernd Eilert.<\/h3>\n<h3>Von 1996 bis 2006 findet allj\u00e4hrlich am Ostersamstag beim Winzer Ulli Stein in Alf an der Mosel eine Autorenlesung mit Robert Gernhardt und Peter Knorr &#8211; oft auch mit Bernd Eilert und G\u00e4sten aus der Neuen Frankfurter Schule &#8211; statt. Der WDR nimmt auf und sendet und so entstehen im Lauf der Jahre auch die H\u00f6rb\u00fccher &#8222;Die sch\u00e4rfsten Kritiker der Elche..&#8220;, &#8222;Mallorca-Toscana&#8220;, &#8222;Horch, ein Schrank geht durch die Nacht!&#8220;, Das Ungeheuer von Well Ness&#8220; und &#8222;Pisa und die Volgen&#8220;.<\/h3>\n<h3>Das botanische Kurz-Drama &#8222;Erna, der Baum nadelt&#8220;, ein Weihnachtsst\u00fcck von Eilert\/Gernhardt\/Knorr erscheint mit Illustrationen von Volker Kriegel zun\u00e4chst im Haffmanns-Verlag, und sp\u00e4ter bei S.Fischer. Es liegt mittlerweile in der 6.Auflage und mit \u00c3\u0153bersetzungen aus dem hessischen Original in 10 weitere deutsche Dialekte vor.<\/h3>\n<h3>Am 11. August 1999 , anl\u00e4\u00dflich Knorrs 60. Geburtstag und der ausgerechnet an diesem Tag stattfindenden Sonnenfinsternis veranstalten Eilert, Gernhardt, Knorr im Antiquariat der Frankfurter Buchandlung Schutt eine \u00f6ffentliche Lesung ihrer Weihnachtstexte. Aus dieser, sp\u00e4ter in M\u00fcnchen wiederholten Lesung entsteht dann das H\u00f6rbuch &#8222;Erna, der Baum nadelt&#8220; (Heyne-Verlag) .<\/h3>\n<h3>Als letzte gr\u00f6\u00dfere gemeinsame Text-Arbeit der drei Autoren darf das dritte Otto-Buch gelten: &#8222;Otto- Das Buch des Friesen&#8220; statt (Ullstein-Verlag, 2002).<\/h3>\n<h3>Im gleichen Jahr erhalten GEK, zusammen mit den anderen Autoren und Zeichnern der Neuen Frankfurter Schule, den &#8222;Binding-Kulturpreis der Stadt Frankfurt&#8220;.<\/h3>\n<h3>Danach treffen sie sich immer wieder zu gemeinsamen Lesungen und Auftritten bleiben gute Freunde und teilen redlich, was aus der langen Zusammenarbeit noch eingeht. Sie haben nie eine gemeinsame Firma gegr\u00fcndet oder einen Vertrag untereinander abgeschlossen.<\/h3>\n<h3>Seit 1996 werden ungedruckte Texte von GEK f\u00fcr einen in Zukunft zu ver\u00f6ffentlichenden Sammel-Band komischer Dramen gesammelt und bearbeitet.<\/h3>\n<h3>Am 30. Juni 2006 stirbt Robert Gernhardt nach langer Krankheit. Eilert und Knorr halten die Grabreden und ehren sein Andenken im Herbst 2007 in der Alten Oper in Frankfurt: Das Neue Frankfurter Schulorchester musiziert, Roger Willemsen moderiert, F.W.Bernstein, Otto Waalkes, Bernd Eilert und Peter Knorr lesen Robert Gernhardts und gemeinsame Texte.<\/h3>\n<div id=\"attachment_52\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-52\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-52 size-full\" title=\"GEK Mosel 3_520\" src=\"http:\/\/www.pitknorr.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/GEK-Mosel-3_520.jpg\" alt=\"GEK Mosel 3_520\" width=\"520\" height=\"472\" \/><p id=\"caption-attachment-52\" class=\"wp-caption-text\">Eilert, Knorr, Gernhardt (v.l.n.r.) Bild: Privat, Pit Knorr<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Autorengruppe Gernhardt-Eilert-Knorr Aller guten Dinge sind zwei&#8230; (1971-1973) Robert Gernhardt und Peter Knorr lernen sich in Frankfurt am Main als Mitarbeiter der Satirezeitschrift &#8222;Pardon&#8220; kennen und arbeiten ab 1971 zusammen. Gernhardt ist damals 34, Knorr 32 Jahre alt. Ihre ersten gemeinsamen Arbeiten: &#8222;Funk f\u00fcr Fans&#8220; &#8222;Was beatet uns der Weihnachtsmann&#8220;, ebenfalls HR. Das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":706,"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions\/706"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.pitknorr.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}